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Ein Wasserschaden und seine Folgen

Für alle Vereinsmitglieder und Gäste, die sich sicher gefragt haben, warum wir in den vergangenen Wochen bei schönstem Sommerwetter nicht wenigstens die Terrasse geöffnet hatten, hier ein paar erläuternde Worte:

Als wir Mitte August den Wasserschaden in den Räumlichkeiten und in der Küche vom VKC-Vereinsheim „rhein+wiese“ zu beklagen hatten, haben wir uns natürlich gefragt, ob wir unseren Gästen nicht wenigstens auf der Sonnenterrasse Kaltgetränke ausschenken können. Schnell wurde uns dabei klar, dass wir mit dem Betrieb der Außenterrasse, mit der Baustelle im Innern, gegen eine Vielzahl von Verordnung verstoßen würden. Hier nur eine kurze Auflistung der Gesetze und Auflagen, die uns bei einem Verstoß die Konzession gekostet hätten:

1. Der hauptsächliche Fluchtweg von der Straße auf die Terrasse war nach dem Beginn der Bauarbeiten durch Stützpfeiler stark verengt. Fluchtwege sind aber zwingend und jederzeit von Behinderungen freizuhalten.

2. Der Betrieb der provisorischen Außentheke ist uns von Seiten der Lebensmittelkontrolle nur gestattet, da wir im Inneren des Ladenlokals eine Gläserspülmaschine vorweisen können. Bedingt durch die Sanierungsarbeiten mussten wir den gesamten Innenbereich – und damit auch die Spülmaschine – ausräumen.

3. Eine weitere Vorschrift der Lebensmittelkontrolleure besagt, dass für Personal, das mit Speisen und Getränken hantiert, jederzeit und in unmittelbarer Nähe ein Handwaschbecken mit heißem Wasser, Desinfektionsmittel und Papierhandtücher einzurichten ist. Die Außentheke verfügt allerdings nur über einen Kaltwasseranschluss und der Gastraum war und ist Baustelle und somit nicht nutzbar

4. Und dann gibt es noch das sogenannte Arbeitsstättenschutzgesetz: Es besagt, unter anderem, dass Arbeitsstätten so einzurichten sind, dass von ihnen keine Gefährdung ausgehen darf. Eine Decke, aus der unvermittelt Betonbrocken, Lehmklumpen und andere Füllmaterialien herunterfallen können, entspricht keinesfalls diesem Gesetz. Eine Decke, aus der lose Kabel herabhängen und die durch Pfeiler abgestützt werden muss, ebenfalls nicht.

Nur ein einzelner Verstoß gegen eine dieser Auflagen kann den dauerhaften Verlust der Konzession zur Folge haben. Das Risiko, trotzdem zu öffnen und zu hoffen, dass die zuständigen Behörden uns schon nicht kontrollieren werden, wollten wir ebenso wenig eingehen, wie einen Gast oder Angestellten durch die Baustelle zu gefährden. Leider zeigen für diese Entscheidung nicht alle Vereinsmitglieder und Gäste Verständnis – sicherlich aus Unkenntnis, was die genannten Auflagen betrifft. Deshalb möchten wir mit diesem Text noch einmal aufklären.
Nun hoffen wir sehr, dass die Sanierungsarbeiten wie geplant vonstattengehen und wir Ende November wieder öffnen können.

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